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Shoppen statt Vorsorgen?

Datum: Februar 19, 2012 Autor: Stephanie Schuler Kategorie: MehrAWD, MehrNetto

„Ich gehe lieber shoppen, anstatt mir um meine Altersvorsorge Gedanken zu machen“, sagte mir kürzlich meine Freundin nach unserem gemeinsamen Besuch im Fintness-Center. Ihre Erklärung: „Lieber habe ich heute mehr Spaß, das Alter wird eh hart genug“. Meine Freundin ist Berufsanfängerin, 27 Jahre jung und genießt ihr Leben mit Single-Wohnung, Kleinwagen und stets modischem Outfit.

Sie befindet sich mit ihrer Einstellung in bester Gesellschaft. Nahezu jeder Zweite (48 %) der unter 30-Jährigen sorgt sich zwar um seine finanzielle Absicherung im Alter, doch trotz dieser Ängste ist die Bereitschaft für die private Vorsorge nicht sonderlich hoch. Das ergab eine aktuelle Umfrage von AWD und Forsa.

Die Zurückhaltung beim Vorsorgesparen kann die unter 30-Jährigen allerdings teuer zu stehen kommen. Die erheblichen Lücken der staatlichen Versorgung können nur durch privates Sparen geschlossen werden. Selbst der Gesetzgeber hat ein großes Interesse daran, die junge Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren. Dies zeigt die Empfehlung auf jedem Rentenbescheid, der uns mahnt fürs Alter auch privat vorzusorgen.

Und die Beiträge zur Altersvorsorge fallen umso höher aus, je später mit der privaten Altersvorsorge begonnen wird: Wer zehn Jahre früher beginnt, verringert seine Belastung deutlich, je nach Situation um 30 bis 50 Prozent. Die Zeit nach der Berufstätigkeit schon in jungen Jahren zu planen, ist auch mit geringen finanziellen Mitteln machbar: Bei vielen Anlageformen ist es möglich mit niedrigen Beiträgen zu beginnen und diese dann bei höherem Einkommen zu steigern.

Auch wenn der Verzicht auf Konsum nicht spaßig ist, so bleibt er die einzige vernünftige Entscheidung für ein auskömmliches Einkommen im Alter.

Drei Viertel der Deutschen sind gegen Honorarberatung

Datum: Januar 24, 2012 Autor: Stephanie Schuler Kategorie: Allgemein

Heute veröffentlichte Cash.online einen interessanten Artikel: Das Online-Portal schreibt über eine aktuelle Forsa-Umfrage zum viel diskutierten Thema Honorar- oder Provisionsberatung. Laut der Ergebnisse ziehen es rund drei Viertel der Deutschen vor, ihren Finanzberater über Provisionen zu honorieren.

Die Diskussion rund um die Kosten bei der Finanzberatung ist aktueller denn je. Immer noch sind viele Verbraucherschützer der Meinung, Provisionsberatung sei grundsätzlich schlecht. Ihre Begründung: die Kosten sind nicht transparent. Nur bei Honorarberatung, so meinen sie, seien faire Preise möglich. Auch Politiker teilen mittlerweile diese Meinung. Ob aus Überzeugung oder aus Unkenntnis ist offen.  

Die Meinung des Verbrauchers ist aber offensichtlich eine andere. Dies zeigt mir die heute veröffentlichte Umfrage. Denn 76 Prozent der Befragten sind mit der Provisionsberatung zufrieden und möchten nicht ausschließlich für eine Beratung zahlen. Gerade dann nicht, wenn sie sich nicht für einen Vertragsabschluss entscheiden.

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Nach der Arbeit – ist vor der Arbeit: Trend zum Zweitjob in Deutschland

Datum: Dezember 21, 2010 Autor: Stephanie Schuler Kategorie: MehrAWD, MehrFragen

Die Lebenshaltungskosten steigen und die Gehaltsanpassungen sind nur moderat. Der Handel ist mit dem Konsum kurz vor Weihnachten sehr zufrieden: Also woher nehmen die Deutschen das Mehr in ihrem Portemonnaie?

Wir haben Forsa mit einer Umfrage beauftragt, um den Anteil der Zweitjobber zu ermitteln. Auch hat uns das Stimmungsbild interessiert: Wer von den Erwerbstätigen ohne Nebenjob liebäugelt  bereits damit, sich noch etwas dazu zu verdienen?

Heraus kam, dass jeder siebte Erwerbstätige sich ein Zubrot dazuverdient. Das sind beinahe schon amerikanische Verhältnisse: Raus aus der Arbeit, rein in die Arbeit. In den USA geht der Trend bereits hin zum Drittjob, so schlimm ist es vielleicht noch nicht. Doch die Tendenz in Deutschland ist auch steigend: 38 Prozent der Erwerbstätigen, die noch keinem Zweitjob nachgehen, haben zumindest schon einmal darüber nachgedacht, sich ein Zubrot dazu verdienen. Vor allem Geringverdiener mit einem Nettoeinkommen unter 1.000 Euro und Selbständige sind von dieser Thematik betroffen. (weiterlesen…)